Schule ohne Rassismus – Schülerbericht

Das Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage-Team stellt sich vor

Seit vier Jahren  gibt es uns – das SoR-SmC-Team. Wir sind engagierte  Schüler/-innen, die keine Lust mehr auf Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung haben.

Unser Team besteht aus 10 Mitgliedern – gemischt aus allen Jahrgangsstufen und Schulformen.

Wir sind alle aus unterschiedlichen Gründen dabei – sei es aus eigener Erfahrung oder einfach nur aus Courage.

„Ich war schon immer engagiert und gerade SoR liegt mir sehr am Herzen und ist vor allem für junge Leute wichtig. Gerade bei einer „Zwischenstation“ wie der FOSBOS sollte aktiv für ein gutes Schulklima gesorgt werden!“ Friederike K.

„Es ist wichtig, dass der Mensch so gesehen wird wie er ist. Es sollte nicht nach Vorurteilen oder Schubladendenken gehandelt werden. Um genau das zu erreichen, engagiere ich mich bei SoR-SmC!“ Franziska B.

„Ich bin dabei, weil ich nicht einfach nur so zur Schule gehen wollte – Tag für Tag. Meine Intention ist, mich zu beteiligen, etwas zu erleben und im Rahmen wie unserem Zeitzeugengespräch Menschen kennen zu lernen mit einer prägenden Lebensgeschichte. Ich bin bei SoR-SmC dabei um persönlich ein Stück weiter zu wachsen und natürlich auch, um den Mitmenschen etwas zurückzugeben – in Form von Zivilcourage und der Botschaft Mut aufzubringen für Menschen, die sich falsch verhalten! Andreas N.

Was haben wir bereits gegen Rassismus unternommen?

Essen verbindet! Sport verbindet! Kultur verbindet! Das dachten wir uns im Schuljahr 2017/18 als wir zusammen mit der Berufsintegrationsklasse der Berufsschule und unserer BOS-Vorklasse ein paar Schulstunden zum aktiven Austausch der Kulturen genutzt haben. Wir fanden heraus, dass sich arabische und deutsche Märchen gar nicht mal so sehr voneinander unterscheiden und es im Arabischen genau so viele Dialekte gibt wie im Deutschen. Zum Abschluss dieser Aktion sind wir noch an den Dietlhofer See gegangen und haben gepicknickt. Zu Essen gab es Gerichte aus aller Welt und es wurden natürlich auch Rezepte ausgetauscht. Am Ende haben sich dann noch Sportgruppen gebildet und es wurde Volleyball, Fußball & Co. gespielt.

Da sich SoR-SmC auch gegen Mobbing einsetzt, hat die F12Ta im Jahr 2017/18 Explainity Videos gedreht. Der Inhalt hat sich mit dem Thema „Cybermobbing“ befasst. Dies ist in der heutigen Zeit ultra wichtig und man sollte sich auf jeden Fall damit befasst haben. Eine unserer Lehrerinnen hat sich in ihrem Deutschunterricht aktiv mit den Schülern auseinandergesetzt. Vielen ist es gar nicht bewusst, was sie mit einem einzigen Kommentar anrichten können. WIR als SoR-SmC- Team wollen dagegen etwas tun und Schüler/-innen bewusster im Medienumgang machen.

Vorurteile sind auch ein täglicher Begleiter für viele unter uns. Um auf diese aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass sie oft totaler Blödsinn sind, gab es im SJ 2017/18 die Fotoaktion. Damit soll auf Vorurteile und Alltagsrassismus aufmerksam gemacht werden. Den Leuten soll bewusst werden, dass ein Raver nicht unbedingt Drogen nimmt und traditionsbewusste Menschen auch nicht altmodisch sind. Es soll darüber nachgedacht werden, was man sagt und wie es beim anderen ankommt.

Zuletzt ein paar Worte über unseren Paten

Seit dem Jahr 2018 haben wir unseren offiziellen SoR-SmC-Pate. Lukas Krämer ist ein deutscher Triathlet, der aus Peißenberg stammt und auch auf unsere Schule gegangen ist.

Er ist hauptberuflich Feuerwehrmann in München und trainiert zusätzlich für unzählige Wettkämpfe.

Einige seiner Rekorde: 2018 Challenge Roth (Triathlon Langdistanz) in 8:08:21 Std. – Platz 9, 2017 Challenge European Overall Ranking 2017 – Platz 1

Wir sind froh so einen netten, freundlichen und korrekten Menschen als Pate gefunden zu haben und bedanken uns auch, dass Lukas Krämer dies unterstützt.

Wie kann man sich bei uns engagieren?

Wenn Du Lust hast etwas gegen Rassismus, Diskriminierung etc. zu unternehmen, melde dich einfach bei unseren SoR-SmC-Betreuungslehrern. Sonst kannst Du auch immer zu uns – den Schülern kommen.

Kommt gerne mal vorbei, es ist nicht verbindlich! Wir würden uns freuen!